In eigener Sache: Zur Kritik an Spex auf ZEIT Online

In seinem Artikel »Distanz? Recherche? Pah!« auf ZEIT Online zum Umgang von Musikjournalisten mit Presseinformationen, den sogenannten »Waschzetteln«, verwies Jan Kühnemund am 21. Januar 2010 auch auf die Künstlerübersicht dieser Webseite, www.live.spex.de/kuenstler. Kritisiert wurde die (auszugweise) Verwendung des Presseinfos zu Pantha Du Princes  Album »Black Noise« auf dieser Webseite, einem Werbemittel einer Spex-Eigenveranstaltung Spex Live.

Es war an der Zeit, dass einmal auf die leider vielfach gängige Praxis hingewiesen wird, wie Journalisten aus den Waschzetteln der (Platten-)Industrie abschreiben. Sowohl in der gedruckten Spex wie auch in der Online-Ausgabe www.Spex.de achten wir jedoch akribisch darauf, dass keiner unserer Autoren auf diese Weise verfährt.

Dass auf dieser Eigenwerbungs-Seite für die Spex-Live-Veranstaltung am heutigen 22. Januar im Hamburger Uebel & Gefährlich in der Tat ein Pressetext zu Info-Kurztexten über die beteiligten DJs und Musiker (auszugsweise) verwendet wurde, ist eine andere Sache. Hier handelt es sich strenggenommen um Werbung in eigener Sache und nicht um redaktionelle Texte. Die Kritik der ZEIT empfinden wir daher auch als überzogen und den Falschen treffend. Umgekehrt könnten wir ebenso DIE ZEIT dafür kritisieren, im hauseigenen Online-Shop die Produktbeschreibungen der Hersteller zur Bewerbung der Shop-Inhalte im Wortlaut zu übernehmen.

Der für die Bewerbung der Spex Live-Veranstaltung in Hamburg verwendete Presse-Text zu Pantha Du Prince wurde an keiner anderen Stelle im Angebot von Spex oder www.Spex.de verwendet, wir werden von nun an immer darauf hinweisen, wenn und wo zitiert wurde. Der in der Print-Ausgabe erschienene Artikel zu Pantha Du Prince wurde von Spex-Autor Philipp Ekardt und Spex-Redakteur Jan Kedves geschrieben, eine Vermischung des redaktionellen Teils mit werblichen Passagen fand hier nicht statt – ebenso, wie in der laufenden Berichterstattung auf www.spex.de der Presse-Text (auch auszugsweise) keine Rolle spielte.

Die Redaktion entschuldigt sich hiermit bei den Lesern der Spex bzw. den Besuchern von Spex Live für die fehlende Kennzeichnung des betreffenden Textes und die damit verbundene Irreführung. Statt die Passage ersatzlos zu streichen, wurde sie mit der entsprechenden Information ausgestattet, ein nebenstehender Link verweist auf diese Stellungnahme. Eine weitere Debatte an dieser Stelle, auf ZEIT Online oder andernorts begrüßen wir.


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